Für mehr Courage in der Wissenschaftskommunikation!

Siggen Juni 2017, Foto: Fria Hagen

Siggener Impuls 2017

„Die Wissenschaft selbst, aber auch die Wissenschaftskommunikation müssen antiaufklärerischen Entwicklungen mutig entgegentreten: durch integre und gemeinwohlorientierte Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Ziel aller Akteure sollte es sein, die gesellschaftliche Widerstandskraft gegen Fake News und Desinformation zu erhöhen“, lautet ein Passus der aktuell veröffentlichten Siggener Impulse 2017 unter dem Titel „Wissenschaft braucht Courage“. Die Impulse sind das Ergebnis der fünften Tagung des sogenannten Siggener Kreises, dem Expertinnen und Experten aus der Wissenschafts-PR, Wissenschaftsjournalismus, Forschung und Lehre angehören – unter anderen auch Beatrice Lugger, Direktorin des NaWik.

Der Impuls richtet sich in einem Abschnitt direkt an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Akteure der Wissenschaftskommunikation. Sie sollten sich etwa ihrer gesellschaftlichen Rolle bewusst sein bzw. bewusst werden und sich aktiv in die Kommunikation gesellschaftlich relevanter Themen und vertrauenswürdiger Informationen einbringen – digital wie analog. Als Beispiel nennt das Impulspapier eine Mitwirkung in Informationsmedien wie Wikipedia.

Die Öffentlichkeit sollte sich, besonders bei Forschungsthemen mit gesellschaftlichen Konsequenzen, stärker beteiligen können. Dafür müssten Wissenschaftler diese Themen frühzeitig identifizieren und kommunizieren. Darüber hinaus sollten sie, um besser Einblicke in die Prozesse des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns zu geben, diese beschreiben und neben Fortschritten auch Rückschritte benennen können.

Weitere zentrale Themen der Siggener Impulse sind:

  • Strukturen für den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaftlerinnen
  • Förderung gemeinsamer und institutsübergreifender sowie gemeinwohlorientierter Wissenschaftskommunikation in, aus und über Wissenschaft
  • Konsequente Transparenz – auch in der Kommunikation der Forschungsfinanzierung