Wissenswertes aus der #Wisskomm 20-1

Im Dezember 2019 und Januar 2020 drehte sich auf Wissenschaftskommunikation.de alles rund um das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst. Vorgestellt werden Forschende, die beides verbinden und damit zeigen, wie das Zusammenspiel funktionieren kann. Außerdem wirft die Plattform einen Blick auf den aktuellen Stellenwert der Wissenschaftskommunikation. 

Aus Wissenschaft und Kunst kann Großartiges entstehen

Dass Künstliche Intelligenz mehr sein kann als nur ein computergenerierter Algorithmus, zeigen die neuesten Projekte von Leila Zickgraf. Die Musikwissenschaftlerin arbeitet an der Schnittstelle von Musik und Technologie und berichtet im Interview welche kreativen Möglichkeiten sich aus diesen Kooperationen ergeben.

Eine andere Herangehensweise verfolgt Lea Friederike Luthardt, Kuratorin des Museum Lüneburg. Indem sie interaktive Exponate und starke visuelle Reize nutzt, gelingt es ihr nicht nur den Besucherinnen und Besuchern Wissen zu vermitteln, sondern auch, sie auf emotionaler Ebene anzusprechen. Im Interview spricht sie über die Balance von kreativen Ansätzen und naturgetreuer Darstellung. 

Und was wäre, wenn man sowohl Kunst als auch Wissenschaft im eigenen Beruf vereinen könnte – so wie Franziska Schwarz, die komplexe Inhalte auf Papier bringt. Im Jobprofil zeichnet sie ihren Weg in die Wissenschaftskommunikation nach. 

Wissenschaftskommunikation in Politik und Gesellschaft

Was hat sich verändert in zwei Jahrzehnten unter dem Zeichen der Wissenschaftskommunikation? Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche-Telekom-Stiftung, blickt zurück auf 20 Jahre PUSH. Er reflektiert, inwiefern die damals gesteckten Ziele erreicht wurden aber auch, wo es heute immer noch Schwierigkeiten im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gibt. 

Aktiv auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen, das könnte laut WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger eine Lösung sein, um den Dialog zu fördern. So werden die Distanz zwischen Bevölkerung und Forschenden aufgelöst und bisher noch nicht erreichte Zielgruppen angesprochen. Sie betont, dass die Kommunikation aus eigener Initiative heraus geschehen müsse und appelliert an junge Forschende sich nicht von Herausforderungen abschrecken zu lassen. Im Gegenteil: Gerade deshalb stünden sie in der Verantwortung zu kommunizieren.

Mit einem Koalitionsantrag erhält die Wissenschaftskommunikation nun auch Einzug in den Bundestag. Der SPD-Abgeordnete Ernst Dieter Rossmann, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, erläutert, welche Motivation hinter dem Antrag steckt und welche unterstützenden Maßnahmen für die Zukunft der Wissenschaftskommunikation und des Wissenschaftsjournalismus vorgesehen sind. 

Empfehlungen fürs Schreiben und Veranschaulichen 

Auf dem Forum Wissenschaftskommunikation im Dezember war auch das NaWik mit zwei Sessions vertreten. Passend dazu gibt Dozent Klaus Wingen 10 Tipps fürs Texten von Grußworten. Diese weisen auf die inhaltlichen und sprachlichen Aspekte hin, die beachtet werden sollten, um ein Grußwort etwa bei einer Ausstellungseröffnung zu formulieren, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Aber Forschung muss nicht immer über Worte – egal, ob geschriebene, oder gesprochene – übermittelt werden. Eine einfach und verständlich aufgebaute Grafik kann unter Berücksichtigung einiger Regeln eine ganze Kaskade an Assoziationen erzeugen, wie Dozent Chris Spatschek veranschaulicht. 

Aktuelles

Einen Einstieg in die Wissenschaftskommunikation bietet der jährlich verliehene KlarText Preis der Klaus Tschira Stiftung. Er richtet sich an junge Forschende naturwissenschaftlicher Fächer, die das Thema ihrer Doktorarbeit in einem, für die breite Öffentlichkeit verständlichen Artikel zusammenfassen möchten.

Bis zum 28. Februar 2020 können noch Bewerbungen eingereicht werden.

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Foto: © Joel Filipe


Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD) mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWiK) und der Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Canan Edemir, FSJlerin am NaWik, für Sie zusammengestellt.