Wissenswertes aus der #Wisskomm 20-2

Im Februar ging es auf Wissenschaftskommunikation.de unter anderem darum, was die Glaubwürdigkeit in die wissenschaftliche Arbeit bestärkt. Außerdem stellen wir hier ausgewählte Forschende vor, die auf verschiedenste Art und Weise Wisskomm betreiben. 

Authentisch sein

Transparenz ist der Schlüssel, wenn es darum geht das Vertrauen in die Wissenschaft zu steigern. Ein wichtiger Punkt ist dabei laut der Kommunikationswissenschaftlerin Senja Post, neben den Forschungsergebnissen auch auf Unsicherheiten einzugehen. Sie berichtet, wie sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch die Öffentlichkeit davon profitieren und wie die Medien als Mediator fungieren können.

Forschende sollten zudem mehr in Ich-Botschaften kommunizieren. Denn, eine persönliche Note bei der Berichterstattung über das eigene Forschungsthema wirkt sich positiv auf die Glaubwürdigkeit aus, wie ein Forschungsteam der University of Missouri zeigt. Mehr dazu und andere Studien finden sich in Neues aus der Forschung.

Dagegen hat die Replikationskrise in der Psychologie das Vertrauensverhältnis zwischen dem Forschungsgebiet und der Gesellschaft definitiv beeinträchtigt. Die Psychologen Tobias Wingen und Jana Berkessel untersuchten dies und diskutierten die Auswirkungen auf die wissenschaftliche Praxis und die Frage, ob man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. 

Mehr aus der Forschung

Nach welchen Kriterien schaffen es wissenschaftliche Publikationen in die mediale Berichterstattung? Ausschlaggebend ist zum einen die jeweilige Fachpublikation in der publiziert wurde und zum anderen, ob zusätzlich eine Pressemitteilung erschien. Diese Zusammenhänge konnten Forschende des KIT und des Science Media Center mit Hilfe eines Algorithmus erkennen. 

Die bildhafte Darstellung wissenschaftlicher Themen findet je nach Medium in unterschiedlichen Formaten statt und verfolgt dabei andere Ansätze. Julia Metag, Professorin für Kommunikationswissenschaft, hat sich intensiv mit den Funktionen, Formen und Fehlern der visuellen Wissenschaftskommunikation auseinandergesetzt. Den Stand der Erkenntnisse hat sie ausführlich für Forschende zusammengefasst.

Forschende kommunizieren auf allen Kanälen

Mathematik zum Anfassen und Mathematik für jedermann – das ist die Motivation hinter dem 2002 eröffneten Mitmachmuseum in Gießen. Der Mathematiker und Gründer Albrecht Beutelspacher spricht im Interview über die Entstehungsgeschichte, das Konzept und über seine Perspektiven in der Wissenschaft.

Katrina Meyer erstellte einen Comic über Ihre Forschung und erzählte sie als Geschichte. Für ihren verständlichen Text über ihre Doktorarbeit erhielt sie 2019 einen KlarText-Preis im Fach Biolgie. Was sie motiviert hat, wie sie dazu kam auch einen Comic zu erstellen und welche Tipps sie für Interessierte hat, dazu gibt es hier die Antworten!

Nicht nur Einblicke, sondern auch Erfahrung wollte die Studentin Lisa Mette sammeln, als sie ihren Instagram-Kanal startete. Dort informiert sie über verschiedene Themen und Begriffe aus dem Spektrum der Digitalisierung und zeigt, wie Wissenschaftskommunikation schon im Studium beginnt. 

Den ersten Schritt wagen

Einfach ein Profil auf einer beliebigen Plattform erstellen und los posten? Besser geht es mit einer guten Strategie. Der Social Media Guide der Europäischen Kommission erklärt, was bei der Wahl des digitalen Netzwerkes zu beachten ist, damit Forschende die jeweiligen Möglichkeiten optimal für sich und die Kommunikation ihrer Projekte nutzen können.

Für alle, die erstmal einen grundlegenden Einstieg suchen, stellt das Brown University Science Center einen übersichtlichen Leitfaden zur Verfügung. Er bietet nützliche Hilfestellungen und erleichtert den Start in die weite Welt der Wisskomm.

Foto: © Volodymyr Hryshchenko

 


Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD) mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWiK) und der Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Canan Edemir, FSJlerin am NaWik, für Sie zusammengestellt.