Wissenswertes aus der #Wisskomm 20-3

Durch das Auftauchen des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) steht nicht nur die Forschung, sondern auch deren Kommunikation im Mittelpunkt der Berichterstattung. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen startete daher auf Wissenschaftskommunikation.de ein Spezial zum Thema Gesundheitskommunikation.

Wisskomm in Krisenzeiten

Wissenschaftskommunikation in einer Ausnahmesituation ist eine anspruchsvolle Aufgabe, welche allerdings auch unabdingbar ist, um neutral und sachlich über die aktuellen Kenntnisse und Unsicherheiten zu informieren.

Ein prominentes Beispiel ist der Virologe Christian Drosten, der die Wissenschaft mit Bild und Schrift vertritt und die Gesellschaft täglich im NDR-Podcast über neue Maßnahmen und Korrekturen bisheriger Einschätzungen zum Coronavirus auf dem Laufenden hält.

Auch Till Koch, Mediziner und Forscher am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg, zeigt mit seinem Infektiopod, wie man Menschen darüber aufklären kann. Er lädt je Folge unterschiedliche Expertinnen und Experten zu einem Gespräch sowohl über bekannte, als auch seltene Infektionskrankheiten ein.

Tatsächlich scheint die Covid-19-Pandemie auch positive Veränderungen für die Forschung bereit zu halten. Laut Beobachtungen von Benedikt Fecher, Forschungsprogrammleiter am Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler momentan verstärkt über ihre eigenen Fachrichtungen hinaus zusammen und sprengen alte Rahmen der Kommunikation.

Eine Frage des Vertrauens

Risikokommunikation und Vertrauen gehen Hand in Hand und sind aktuell besonders wichtig. Generell gewinnt das Thema Vertrauen auch in der Erforschung der Wissenschaftskommunikation immer mehr an Bedeutung. Über die Veränderungen im Laufe von Jahrzehnten oder der besonderen Relevanz von Vertrauen in Krisenzeiten gibt Martin Bauer, Professor für Sozialpsychologie und Forschungsmethoden, im Interview Einblicke.

Digital kommunizieren

Abgesagte Konferenzen und verschobene Veranstaltungen sind keine Ausrede dafür, die Kommunikation schleifen zu lassen. Zum Glück gibt es genügend virtuelle Methoden für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, über ihre Forschung zu berichten.

Das Netzwerk TikTok, ist ein noch relativ unbekanntes Terrain, auf das sich bisher nur wenige Forschende trauen. Unter ihnen ist Politikwissenschaftler Robert Lepenies, der generell großes Potenzial darin sieht, neue Plattformen zu erschließen. Er appelliert an seine Kolleginnen und Kollegen Offenheit und Mut zu beweisen und meint “Wir müssen dahin, wo die Leute sind”.

Bei einem jüngeren Publikum vergleichbar beliebt wie TikTok ist das Streaming-Portal Twitch. Durch Wissenschaft im Strom findet nun auch die Wissenschaftskommunikation Platz zwischen den Videospielen. Im Interview spricht Mitinitiatorin und Meteorologin Claudia Frick über die Themenfindung und die Besonderheit von Liveübertragungen.

LinkedIn dagegen ist schon ein alter Hase unter den sozialen Netzwerken. Trotzdem bietet die Plattform weit mehr, als viele ihr zutrauen. In einem Gastbeitrag stellt Viktor Deleski, der die digitale Kommunikation der Fraunhofer Gesellschaft verantwortet, sein bevorzugtes Netzwerk vor und zeigt, was die Unterschiede zu Twitter und Co. sind. Er gibt zudem wertvolle Tipps, wie Forschende die technischen und inhaltlichen Chancen nutzen können.

Übrigens hat auch das NaWik seit Kurzem eine eigene LinkedIn – Gruppe für mit der Öffentlichkeit kommunizierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Schon dabei?

Foto: © Paweł Czerwiński

 


Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD) mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWiK) und der Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Canan Edemir, FSJlerin am NaWik, für Sie zusammengestellt.