Wissenswertes aus der #Wisskomm 21-08

Auch im August lag der Schwerpunkt des Portals Wissenschaftskommunikation.de auf den verschiedenen Wegen in die Wisskomm. Wir blicken zurück auf gute Nachrichten aus der Wisskomm-Forschung, Illustrationen rund um die Wissenschaftskommunikation und Kommunikationsprojekte auf Instagram.

Vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in die Wisskomm

Passend zum Schwerpunkt der letzten Monate hat sich Annika Wormer, die ihr freies soziales Jahr am NaWik absolviert hat, mit den Wegen in die Wissenschaftskommunikation beschäftigt. Sie merkte schnell: Es gibt nicht nur den EINEN Weg. “Bei vielen Personen war der Einstieg in die Wissenschaftskommunikation eher ungeplant. Sie sind  – wie ich auch – „irgendwie reingerutscht“”, sagt sie in ihrem Beitrag, in dem sie ihre Erfahrungen zusammenfasst und ein Schaubild vorstellt, in dem sie die unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten illustriert. Hier wird deutlich, dass ein Quereinstieg nach einem fachfremden Studium ebenso möglich ist wie der direkte Weg über ein einschlägiges Studium.

Eine Vorstellung von entsprechenden Studiengängen für Wissenschaftskommunikation und -journalismus in Deutschland und Österreich gab es im August übrigens auch.

Forschung und Praxis Hand in Hand

Gute Nachrichten für alle Forschenden, die Hemmungen haben, Fehler öffentlich zu kommunizieren: Wissenschaftler*innen, die Selbstkritik äußern und zu Reformen bereit sind, werden in der Öffentlichkeit als vertrauenswürdiger wahrgenommen – fehlende Selbstreflektion hingegen fällt negativ auf. Das zeigen Studien der Universität München. Mehr noch, die Arbeiten von Sozialpsychologin Marlene Sophie Altenmüller und ihrem Team legen nahe, dass selbstkritische Äußerungen von Forschenden in Interviews zusätzliches Interesse bei den Leser*innen wecken können. 

Mhairi Stewart möchte Forschung und Praxis im Bereich Wissenschaftskommunikation zusammenführen. Dafür müssten ihrer Ansicht nach Forschende im Gebiet Wissenschaftskommunikation besser darin werden, zuzuhören und selbst zu kommunizieren; Praktizierende im Public Engagement müssten ihre Fähigkeiten zum Lesen wissenschaftlicher Arbeiten verbessern. Um den Dialog zu stärken, baut sie derzeit ein Netzwerk für Forschende im Bereich der Wissenschaftskommunikation auf. 

Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften

“Ich fand es immer spannend, naturwissenschaftliche Phänomene und Prozesse aufzuzeigen und auf Dinge hinzuweisen, die nicht sichtbar sind”, sagt der Chemiedidaktiker Philipp Spitzer im Interview über sein Projekt SpottingScience. Um solche Prozesse sichtbar zu machen, verwendet er unter anderem Lehrpfade mit QR-Codes, die man mittels Smartphone scannen und so mehr über die Wissenschaft im Alltag an den unterschiedlichsten Orten erfahren kann. Wie er dieses Projekt in die universitäre Lehre integriert, welche Rolle Instagram dabei spielt und was Bierdeckel mit alldem zu tun haben, erklärt er im Beitrag auf Wissenschaftskommunikation.de.

Nicht nur Informationen über Immunologie auf Instagram bereitstellen, sondern auch Scientific Literacy bei den Leser*innen erzielen möchten Gabriel Sollberger und seine Kolleg*innen. Dafür haben sie einen Instagram-Account ins Leben gerufen, auf dem sie auch überKrankheitserreger und Impfungen sprechen und ihr Publikum ins Gespräch  mit einbeziehen wollen. 

Ebenfalls via Instagram kommuniziert Anna Fuchs: Im Jobprofil berichtet sie, wie sie zur Wisskomm kam und was sie bewegte Themen rund um Pharmazie und Apotheken zu illustrieren.

Der erste Schritt… 

Wer nun seinen eigenen Weg in die Wissenschaftskommunikation oder Tipps zu verschiedenen Themen sucht, wird beim Ratgeber Wissenschaftskommunikation und im Magazin TRIOkomm fündig. Hier gibt der Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) neben praktischen Tipps kreative Denkanstöße für die Kommunikation der eigenen Forschung – vom wissenschaftlichen Poster bis hin zur multimedialen Aufbereitung für ein breites Publikum.  

Foto: Lazaros Mergoupis

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Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD), dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation(NaWiK) und dem Teilinstitut Wissenschaftskommunikation am Institut für Technikzukünfte des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Annika Wormer, FSJlerin am NaWik, und Miriam Frieß, Praktikantin am NaWik, für Sie zusammengestellt.