Wissenwertes aus der #WissKomm 20-07

Virtuelle Angebote in der Wissenschaftskommunikation standen jüngst stark im Fokus der Plattform Wissenschaftskommunikation.de. Gilt es doch im Zuge der Corona-Pandemie schnell voneinander zu lernen. Best Practice Beispiele und Forschende, die Einblicke in ihre (neue) Kommunikation geben, sind daher wichtig. Außerdem in dieser kurzen Zusammenschau: Die hohe Aufmerksamkeit der Politik für das Thema Wissenschaftskommunikation.

Wie eine Pandemie die Wisskomm veränderte

Wie gelingt Hochschulen der Wissenstransfer in der Corona-Krise und welchen Beitrag haben sie im Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie geleistet? Einblicke dazu gibt eine Studie, die Pressemitteilungen zwischen Januar und Mai 2020 zum Thema untersucht und Hochschulen zu ihren Lösungsansätzen und Erfahrungen befragt hat.

Weil Vortragsreihen und Konferenzen wegfallen, setzen auch Forschende vermehrt auf virtuelle Kommunikationstools. Wie ein populärwissenschaftlicher Diskurs aus der Ferne funktionieren kann, stellt Inge Hüsgen in einem Gastbeitrag vor.

Auch Wisskomm-Events aller Art haben kreative digitale Lösungen und Ansätze für die Kommunikation gefunden. Wie dies mit Quizzes, FameLab oder Science Slam gelingen kann – bis hin zu Großveranstaltungen wie einer Langen Nacht der Wissenschaft oder anderen, berichten einzelne Organisatorinnen und Organisatoren.

Die Wirkung der Kommunikation

Forschende werden gehört und haben einen Einfluss auf die Öffentlichkeit. Dies legt eine Studie der Universität Jena zur Coronakommunikation nahe, derzufolge sich ein Großteil der Befragten an den Aussagen von Forschenden orientieren.

Unsicherheit sind ein normaler Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens. Doch wie wirkt sich das Benennen von Unsicherheiten in der Wissenschaftskommunikation auf das Vertrauen in die Wissenschaft und Forschung aus? Nicht, negativ, das legen aktuelle Untersuchungen nahe.

Kommunizierende Forschende und ihre Kommunikationskanäle

In den vergangenen Monaten gab es wieder viele Beispiele von Forschenden, die ihre Wissenschaft auf unterschiedlichen Kanälen unters Volk bringen. Eines sind zwei Pflanzenforscher, die in ihrem Podcast Krautnah Wissen rund um ihr Forschungsgebiet vermitteln. Oder auf Instagram und in einem Blog berichtet unter dem Titel  FermentWelten ein Forscher*innen-Duo über Darmbakterien und das Fermentieren. Ebenfalls auf Instagram bereitet eine Wissenschaftsjournalismus-Studentin als @echonaut.science naturwissenschaftlichen Themen und Forschenden eine Bühne.

Wisskomm und Politik 

Wissenschaftskommunikation steht aktuell weiterhin auf der politischen Agenda weit oben.

So hat Anna Christmann, Mitglied im Bundestag für Bündnis90/Die Grünen im Interview einen entsprechenden Antrag ihrer Partei erläutert und kommentiert. Zentrale Punkte dabei sind eine klare Stärkung des Wissenschaftsjournalismus, Geld für die Wissenschaftskommunikation und das Auflegen eines erweiterten Forschungsprogramms zur Wissenschaftskommunikation.

Unter dem Titel #FactoryWisskomm kamen am 28. September auf Einladung des BMBF Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Kommunikation zur Auftaktveranstaltung der Denkwerkstatt zur Wissenschaftskommunikation zusammen. Erste Eindrücke der Mitwirkenden, sind als Videointerviews einzusehen.

 

Foto: © Headway


Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD), dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation(NaWiK) und dem Teilinstitut Wissenschaftskommunikation am Institut für Technikzukünfte des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Annika Wormer, FSJlerin am NaWik, für Sie zusammengestellt.