Home » Know-how & News » NaWik-News » Wissenswertes aus der #Wisskomm 25-07
Was, wenn das Forschungsministerium bald in AfD-Hand wäre? Matthias Jakubowski von „FragDenStaat“ spricht über mögliche Folgen und gibt Vorschläge, wie Wissenschaft widerstandsfähiger werden kann. Wie gelingt es, klüger als der Populismus zu kommunizieren? Darüber spricht Komplexitätsforscher Dirk Brockmann. Außerdem: Ist Wikipedia eine bessere Alternative für Wissenschaftskommunikation als soziale Medien? Dies sind nur einige der spannenden Themen im Juli auf Wissenschaftskommunikation.de
Gegen Angriffe von rechts wappnen
Matthias Jakubowski von „FragDenStaat“ warnt, dass sich die Wissenschaft bereits in einer sehr bedrohlichen Lage befinde. Die Unterwanderung des Wissenschaftssystems laufe bereits schleichend ab. Er gibt fünf konkrete Vorschläge, wie die Wissenschaft widerstandsfähiger gegen autoritäre Bestrebungen werden kann. Wichtig sei etwa eine gute Vorbereitung, denn die Wissenschaft müsse wissen, wer sie angreift. Auch eine gute Vernetzung und Solidarität zwischen Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen könne dabei helfen, Angriffe gemeinsam abzuwehren.
Klug gegen Populismus kommunizieren
Populismus nutzt Emotionen und Vereinfachungen. Wie kann Wissenschaftskommunikation dagegenhalten? Der Komplexitätsforscher Dirk Brockmann sagt im Interview: „Reines Faktenvermitteln funktioniert nicht. Wenn Fakten jedoch mit Emotionen verknüpft werden, dann kann das sehr wohl etwas bewirken.“ Wir bräuchten Bilder, die hängen bleiben, ohne zu verfälschen. Nur dann hätte faktenbasierte Aufklärung wirklich eine Chance.
Wikipedia statt Social Media?
Auch wegen des sich zunehmend verbreitetem Populismus und der Desinformationen auf X, TikTok und Co haben viele keine Lust diese Plattformen für ihre Wissenschaftskommunikation zu nutzen. Für Nicola Wessinghage ist Wikipedia mehr als nur eine Alternative. „Relevanz, Neutralität und Nachvollziehbarkeit sind Grundprinzipien. Selbstdarstellung? Tabu. Institutionelles Marketing? Ebenfalls. Genau das macht [Wikipedia] so glaubwürdig und so wirkungsvoll für die Wissenschaftskommunikation“, erklärt die Kommunikationsberaterin in ihrem Gastbeitrag.
Epistemische Arroganz…
Das eigene Wissen überschätzen – das zählt für Martin Krohs zu den größten Problemen der Wissenschaftskommunikation. Doch was ist eigentlich „Wissen“? Und wie unterscheidet es sich von „Erkenntnis“? In seinem Gastbeitrag regt der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker dazu an, diese Begriffe kritisch zu hinterfragen.
„Das ist kein Werkzeug!“
Sind ChatGPT und Co. hilfreiche Werkzeuge für die Wissenschaftskommunikation oder bergen sie Risiken für Kreativität, Qualität und Vertrauen? In den sozialen Medien wird hitzig darüber diskutiert. „Ich sehe immer mehr Leute, die den Einsatz generativer KI für das Verfassen wissenschaftlicher Artikel verteidigen, und das versetzt mich in einen absoluten Schockzustand [Übersetzung]“, schreibt etwa Jens Foell auf LinkedIn. Weitere Meinungen und Einblicke in die Debatte gibt es im Beitrag.
Diese News aus der #Wisskomm hat Sabrina Schröder, Redakteurin bei Wissenschaftskommunikation.de für Sie zusammengestellt.
Bild: Freepik
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