Wissenswertes aus der #Wisskomm 25-08

Der neue Fokus „Innovation und Transfer“ startet. Außerdem spricht Siouxsie Wiles, Neuseelands bekannteste Corona-Expertin, über die massiven Anfeindungen, die sie erlebt hat, und warum sie deshalb ihre Universität verklagte. Und die Lage der Wissenschaft in den USA: Welche gravierenden Auswirkungen das Abschalten öffentlicher Datenbanken hätte und warum Wissenschaftler:innen in lokalen Zeitungen über ihre Forschung sprechen sollten.

Diese und andere spannende Themen im August auf Wissenschaftskommunikation.de.

Bunte Zahnräder vor gelbem Hintergrund. Davor die Worte Innovation & Transfer und Angriffe auf Wissenschaft

Neuer Fokus: Innovation und Transfer

 

Wie können Formate und Strategien den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fördern? Und so Innovationsprozesse anstoßen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des neuen Fokus „Innovation und Transfer“.

Zum Auftakt erklärt Christine Ahrend, Professorin für integrierte Verkehrsplanung sowie Gründerin und Vorsitzende der Gesellschaft für Transdisziplinäre Forschung (GTPF), warum transdisziplinäre Forschung enorme Chancen eröffnet, für Forschende jedoch häufig „nicht karriereförderlich“ ist.

 

Kampf gegen die eigene Uni

 

Als Neuseelands bekannteste Expertin während der Corona-Pandemie wurde Siouxsie Wiles massiv angefeindet. Wie schwer sie diese Angriffe belastet haben, erklärt die Mikrobiologin im Interview: „You have to grow thick skin, I suppose, and try to tell yourself not to let it hurt you. But it does. It chips away at your confidence“

Weil ihre Universität sie in dieser Zeit nicht schützte, zog sie vor Gericht – und gewann. Die Universität hätte ihre Verpflichtungen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit sowie den Arbeitsschutz verletzt und musste Wiles 205.000 Dollar zahlen. Nun hofft Wiles, dass dieses Urteil ein deutliches Signal an Institutionen weltweit sendet und diese künftig Forschende besser vor solchen Angriffen schützen.

 

 

 

 

 

Angriffe auf Wissenschaft in den USA

 

Wie wehrt sich in den USA die Wissenschaft gegen Angriffe? Das Projekt

Science Homecoming ermutigt Wissenschaftler*innen, in lokalen Zeitungen ihrer Heimatstädte über ihre Forschung zu berichten. Das Ziel ist, die Menschen an den Wert der Wissenschaft zu erinnern und so deren Rückhalt zu gewinnen, erklärt Mitbegründerin und Wissenschaftlerin Jessica Cantlon im Interview.

Wissenschaft basiert auf Daten. Doch was passiert, wenn diese nicht mehr zur Verfügung stehen? „Die Lage ist wirklich ernst“, sagt Katrin Böhning-Gaese vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ). Im Interview erklärt sie, warum das Abschalten öffentlicher Datenbanken in den USA gravierende Auswirkungen auf die Forschung und auch auf die demokratische Gesellschaftsordnung hätte.

 

„Expertin“ oder „Mama“?

 

Die Social Media-Biografien von männlichen und weiblichen Wissenschaftler*innen zeigen auffällige Unterschiede. Eine Analyse von Tausenden Social-Media-Biografien zeigt: Männer inszenieren sich über den Beruf, Frauen über Care-Rollen. Im Interview sprechen Judith Ackermann, Forschungsprofessorin für Digitale Medien und Performance in der Sozialen Arbeit an der FH Potsdam und Anna-Sophie Barbutev, akademische Mitarbeiterin im BMFTR-Projekt „WIM – Wissenschaftlerinnen in die Medien“ wie Frauen ihre Sichtbarkeit erhöhen können.

Diese News aus der #Wisskomm hat Sabrina Schröder, Redakteurin bei Wissenschaftskommunikation.de für Sie zusammengestellt.

Bild: Freepik

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