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10 Jahre NaWik
Jubiläumsfeier am
20. Mai 2022

Jubiläumsfeier am 20. Mai 2022

Wissenschaftskommunikation im Wandel – den Wandel kommunizieren

Unter diesem Motto feiert das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation am 20. Mai 2022 sein 10-jähriges Bestehen. Dabei blicken wir nicht nur zurück auf ein erfolgreiches Jahrzehnt unserer Arbeit, sondern beschäftigen uns auch mit künftigen Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation.

Die Vorträge werden am 20. Mai 2022 ab 18 Uhr auf dieser Website öffentlich live gestreamt.

Das Programm

Moderation des Abends: Markus Brock

Anschließend festlicher Abendempfang anlässlich des 10-jährigen Bestehens des NaWik. Für musikalische Begleitung sorgt das Duo Amacord.

Wir bitten zu beachten, dass die Jubiläumsfeier unter den zu dem Zeitpunkt geltenden Corona-Regelungen stattfindet.

 

Markus Brock ist Aufsichtsratmitglied des NaWik und beruflich als Fernsehmoderator (3sat, SWR), Eventmoderator und Trainer tätig.​


Beatrice Lugger ist Geschäftsführerin und Direktorin der NaWik gGmbH.

Foto: NaWik

Prof. Dr. Carsten Könneker ist Geschäftsführer der Klaus Tschira Stiftung (KTS) und Gründungsdirektor (2012-2015) des NaWik.

Foto: KTS/Annette Mueck

Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka ist Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, KIT, und Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft, HGF.

Foto: KIT/Markus Breig


Bettina Stark-Watzinger MdB ist Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Foto: Bundesregierung – Guido Bergmann

Theresia Bauer MdL ist Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Foto: Sabine Arndt


Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin. Die promovierte Chemikerin ist auf vielen Kanälen aktiv: online mit ihrem YouTube-Kanal “maiLab”, im Fernsehen bei “Terra X” und “MAITHINK X” und als Autorin des Bestsellers “Die Kleinste Gemeinsame Wirklichkeit”. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und als Journalistin des Jahres 2020.

Foto: Viet Nguyen-Kim


DAS MÄRCHEN VON DER KOMMUNIZIERENDEN WISSENSCHAFTLERIN

Auf die Bühnen, ihr Forschenden! Die Welt braucht Wissenschaft! Wer könnte sie besser vermitteln als ihr? … Nun ja. Es gibt Menschen, die finden, dass ein Verschwörungsideologe auf Telegram Wissenschaft durchaus besser vermitteln kann als ihr. Auch seriöse Zeitungen und öffentlich-rechtliche Polittalkshows lieben zwar Wissenschaft, doch noch mehr lieben sie die Debatte. Es reicht nicht, komplexe Sachverhalte kurz und verständlich erklären zu können. Dazu werdet ihr kaum kommen, wenn euch ein Markus Lanz ins Wort fällt oder eine Sahra Wagenknecht nonchalant Falschinformationen fallen lässt, die ihr dann debunken müsst. Und wie gut seid ihr eigentlich auf Shitstorms vorbereitet? Ja, das Märchen der kommunizierenden Wissenschaftlerin wurde vor Corona zu naiv erzählt. In ihrer Keynote teilt Mai Thi Nguyen-Kim ihre Erfahrungen, räumt mit ein paar Illusionen auf, aber macht auch Hoffnung für die Zukunft.

 

Foto: Viet Nguyen-Kim

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin. Die promovierte Chemikerin ist auf vielen Kanälen aktiv: online mit ihrem YouTube-Kanal “maiLab”, im Fernsehen bei “Terra X” und “MAITHINK X” und als Autorin des Bestsellers “Die Kleinste Gemeinsame Wirklichkeit”. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und als Journalistin des Jahres 2020.


Dr. Mirjam Jenny ist Entscheidungsforscherin, Wissenschaftskommunikatorin, und -lobbyistin und Netzwerkerin. Sie leitet an der Universität Erfurt den Bereich Sci‍ence‍‍2‍‍So‍ci‍e‍ty und ist in diversen internationalen Gremien tätig. Zu‍‍letzt leitete sie die Wissenschaftskommunikation im Robert Koch-Institut.

Cordula Kleidt ist Leiterin des Referats Wissenschaftskommunikation im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Foto:  BMBF/Hans-Joachim Rickel

 

Zitatreihe "Wissenschaftskommunikation im Wandel"

Mehr lesen

„Die Wissenschaftskommunikation muss sich noch stärker gegen Mis- und Desinformation durchsetzen. Unter anderem ist empirische Forschung notwendig, um zu ergründen, wie wir auch Menschen erreichen können, die der Wissenschaft nicht (uneingeschränkt) positiv gegenüberstehen.”

Laura König Juniorprofessorin für Public Health Nutrition, Universität Bayreuth

„Gute Wissenschaftskommunikation wird kooperativer sein als bisher. So wie Wissenschaft inter- und transdisziplinär wird, werden auch wir mit Fachwissenschaftler:innen, Wisskomm-Forschenden und Expert:innen aus verschiedensten Praxisfeldern zusammenarbeiten.”

Markus Weißkopf Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog

„Wissenschaftskommunikation wird in zehn Jahren an Universitäten auf Augenhöhe mit Forschung und Lehre sein. Sie ist Kern der Identität und strategischen Entwicklung von Hochschulen, fester Bestandteil wissenschaftlicher Karrieren sowie als Ressort in der Universitätsleitung nicht mehr wegzudenken.”

Julia Wandt Universitätsleitung, Universität Freiburg, Vorsitzende Bundesverband Hochschulkommunikation

„Zur Weiterentwicklung der Wisskomm sollte das zugrunde liegende Wissenschafts- & Gesellschaftsverständnis mehr reflektiert werden: Sowohl in Bezug auf die politische Dimension vermeintlich neutraler Forschung als auch durch eine Stärkung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen.“

Philipp Schrögel Forschungsbereichskoordination und Wissenschaftskommunikation CAPAS

„Wissenschaftskommunikation schafft mehr als bisher die Voraussetzung dafür, dass die Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse verstehen und einordnen kann. So unterstützt sie unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung und ermöglicht sachorientierte öffentliche Debatten.“

Caroline Wichmann Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

„WIR als Akteur:innen der Wissenschaftskommunikation werden uns in den nächsten 10 Jahren entwickeln (müssen): Wir alle können viel dazu lernen beim Thema Dialog und Austausch – dazu gehört auch zuzuhören. Raus aus der Wissenschaftsbubble und hin zu den Personen, die wir erreichen wollen.”

Susanne Hecker Leiterin Forschungsbereich Gesellschaft und Natur am MfN, Erste Vorsitzende European Citizen Science Association (ECSA)

„Die Wissenschaftskommunikation müsste persönlicher und direkter werden. So schafft sie Vertrauen in die Methodik und die Akteur:innen. Dafür brauchen wir diverse und barrierefreie Formate, um Wissenschaftskommunikation auf jedem Niveau und mit jedem Zeitbudget zu ermöglichen.”

Nicolas Wöhrl Physiker und Wissenschaftskommunikator

„Zurzeit erreicht Wisskomm oft nur Leute, die sich eh schon für Wissenschaft interessieren. Ich hoffe, dass wir in den nächsten 10 Jahren besser darin werden, Skeptiker:innen und die „Mir-egal-Fraktion” zu erreichen – denn dass das dringend nötig ist, hat die Pandemie deutlich gezeigt.”

Thora Schubert Geowissenschaftlerin und Science Slammerin

„Wissenschaftskommunikation wurde in den vergangenen Jahren ausdifferenziert und professionalisiert. Für die nächsten Jahre steht eine Schärfung der Rollenverständnisse derjenigen an, die Wissenschaft kommunizieren: Wer bin ich, und wie viele ...?”

Marc-Denis Weitze Leiter Kommunikation, Gesellschaft, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

„Wissenschaftskommunikation wird in der kommenden Dekade zunehmend integraler Bestandteil der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung sein und auf den verschiedenen Karrierestufen dazugehören. Public Engagement bekommt mehr Wertschätzung und strukturelle Unterstützung. Angesichts der Zeitenwende und der großen Herausforderungen unserer Zeit ist das wichtiger denn je.“

Cordula Kleidt Referatsleiterin beim Bundesministerium für Bildung und Forschung