Kommunikation wagen und gewinnen

Fünf glückliche Wissenschaftler, die in besonderer Weise verständlich über Wissenschaft zu kommunizieren verstehen, wurden gestern Abend in Heidelberg mit dem Klaus Tschira Preis KlarText! ausgezeichnet. Die eingereichten Beiträge für diesen bereits zum zehnten Mal vergebenen Preis zeigen, dass Forscher hochkomplexe wissenschaftliche Themen durchaus in einer für Laien verständlichen Sprache ausdrücken können.

Immerhin 213 Nachwuchsforscher aus den MINT-Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik hatten sich um den Preis beworben. Dafür hatten sie einen populärwissenschaftlichen Artikel über ihre erst im Vorjahr abgeschlossene Promotion verfasst.

Weshalb musiziert der Mensch? Wie beeinflussen DNA-Basen die Aktivität von Genen? Wussten Sie, dass sich Menschen bei Unterhaltungen unbewusst in der Aussprache anpassen? Lassen sich Milch und Kaffee, wenn sie einmal vermischt sind, wieder trennen? Oder, schon mal von Röntgen in Farbe gehört? Diesen Fragen gingen die preisgekrönten Forscher in ihren Promotionen und populärwissenschaftlich verfassten Beiträgen nach.

Die Preisträger

    • Biologie: Sebastian Kirschner, promovierte am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig
    • Chemie: Martin Münzel, promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
    • Informatik: Natalie Lewandowski, promovierte am Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart
    • Mathematik: Andreas Potschka, promovierte am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen an der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg
    • Physik: Thomas König, promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg

Die fünf Preisträger konnten gestern Abend von Klaus Tschira persönlich ihre Auszeichnung in Form einer Stehle entgegennehmen*. Neben der Auszeichnung erhalten sie zudem je ein Preisgeld von 5000 Euro. Und die preisgekrönten Beiträge der Nachwuchswissenschaftler wurden in einer Beilage der Bild der Wissenschaft (pdf) veröffentlicht.

Doch auch die anderen 208 mutigen Wissenschaftskommunikatoren werden für ihre Mühen belohnt. Sie und die Preisträger können sich für einen der sieben eintägigen Workshops „Wissenschaftskommunikation“ anmelden, die NaWik-Direktor Carsten Könneker leiten wird.