Wissenswertes aus der #Wisskomm 20-6

Einen bunten Kommunikationsmix gab es im Juni auf Wissenschaftskommunikation.de: Es geht um kommunizierende Forschende auf unterschiedlichsten Kanälen, die Klimabewegung in der aktuellen Situation und um die neue Videoreihe, die auf Wissenschaftskommunikation.de gestartet ist.

Neues aus der Forschung

Wie nimmt die schwedische Bevölkerung die Corona-Pandemie wahr und wie entwickelt sich ihr Vertrauen in die Wissenschaft? Gustav Bohlin, Forscher bei Vetenskap & Allmänhet, stellte fest, dass das Vertrauen in die untersuchten Berufsgruppen zunächst anstieg und mit kommenden Wellen wieder sank. Dabei sieht er internationale Parallelen in der Entwicklung.

Im den Studien des aktuellen Forschungsrückblick wurden Twitter und Facebook unter die Lupe genommen:

Ein Forscherteam der University of the West of England untersuchte, wie sich Twitter-Posts mit Bildern zum Thema Impfungen verbreiten. Das Ergebnis: Impfgegnerinnen und -gegner agieren verstärkt in ihrer eigenen Blase, während es kaum Überschneidungen mit Inhalten von Befürwortenden von Impfungen gibt.

Und Facebook könnte für die Verbreitung und Kommunikation von wissenschaftlichen Inhalten eine größere Rolle spielen als bislang angenommen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Simon Fraser University in Kanada konnten feststellen, dass der Austausch wissenschaftlicher Artikel bei Facebook auch über private Accounts stattfindet.

Von der Coronakrise zur Klimakrise

Auf digitalem Weg haben die Scientists4Future Mitte Juni den eigentlich für April geplanten Kongress mit 80 Regional- und Fachgruppen realisiert. Laut Laura Herzog, der Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins, habe der Ausbruch der Pandemie die Bewegung zwar ausgebremst, aber zugleich hätten sie intensiver kommuniziert und Zeit gehabt, neue Schwerpunkte zu setzen.

Mit ihrem Kinderbuch Mats Möwe auf großer Klimamission hat die Umweltwissenschaftlerin Denise Müller-Dum einen kreativen Weg gefunden, Kindern und auch Erwachsenen den menschengemachten Klimawandel näher zu bringen. Durch die Augen der Möwe Mats zeigt die Autorin, wie die Erde sich erwärmt und welche Folgen das für Mensch und Natur hat.

Einfach machen

Als der Physiker Florian Aigner seine Leidenschaft für das Erklären entdeckte, hat er es mit der Wissenschaftskommunikation einfach ausprobiert und bei einem Onlinemagazin begonnen zu schreiben. Mittlerweile zählen Twitter, Blogs und auch die Bühne zum Repertoir des Wissenschaftspublizisten und Buchautors.

Die Mathematikerin Gudrun Thäter beweist seit sieben Jahren mit ihrem Podcast Modellansatz, dass auch dieses Medium sich eignet, um mathematische Konzepte greifbar zu machen. Im Interview spricht sie darüber, warum sie mit ihrem Kollegen den Podcast ins Leben gerufen hat und was sie im Verlauf der Zeit gelernt hat.

Kommunizieren lernen

Natürlich kann man sich direkt in den Dschungel der Kommunikation stürzen, doch ein guter Plan hat noch nie geschadet.

Schon drei Folgen der neuen Videoreihe #Wisskomm mit Jana sind auf Wissenschaftskommunikation.de online gegangen. Gemeinsam mit Jana lernen Forschende Schritt für Schritt, wie sie in der Kommunikation Fuß fassen.

Passend dazu bietet diese Leitlinie eine ausführliche Anleitung, um in den sozialen Netzwerken erfolgreich zu kommunizieren.

 

Illustration: © Dorothea Posdiena (Sketchnotes Ruhr)


Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD), dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWiK) und dem Teilinstitut Wissenschaftskommunikation am Institut für Technikzukünfte des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Canan Edemir, FSJlerin am NaWik, für Sie zusammengestellt.