Wissenswertes aus der #Wisskomm 21-04

Auch im April wurde auf Wissenschaftskommunikation.de wieder über Evaluation von Kommunikationsprojekten berichtet. Außerdem gab es Einblicke in spannende Formate und den Umgang mit politisch sensiblen Begriffen.

 

Evaluation in der Praxis

Die Begleitforschung zum Wettbewerb “Jugend präsentiert” hat sich im Jahr 2020 wie so vieles Corona bedingt verändert, erzählt Fabian Ruth von der Universität Tübingen im Interview. So habe der Fokus der Untersuchung der Präsentationskompetenz sich durch die digitale Umstellung ebenfalls verschoben. Erste Befragungen wiesen darauf hin, dass sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte die digitalen Kommunikationswege für sich als zukunftsträchtig einstufen und die Notwendigkeit sehen, dass entsprechende Kompetenzen in diesem Bereich aufgebaut werden.

Was bei der Evaluation von MINT-Bildungsprojekten bedacht werden sollte, zeigt der Leitfaden des center for advancement of informal science education (caise). Das englischsprachige Handbuch bietet Tipps und Ressourcen rund um das Thema Evaluation und untermalt die Inhalte mit Beispielen und Anekdoten.

 

Wisskomm international

Nadja Dmitrieva ist russische Geologin und Wissenschaftsjournalistin, die inzwischen in der Kommunikationsabteilung am Rzhanov-Institut für Halbleiterphysik in Novosibirsk arbeitet. Im Jobprofil berichtet sie über ihren Weg in die Wissenschaftskommunikation, über Schwierigkeiten, auf die sie in ihrem Beruf stößt und über die unterschiedliche Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Ländern.

Dass Wisskomm häufig auf sprachliche Barrieren trifft, kennen Lucy Gasser und Anna von Rath vom Online-Magazin poco.lit. Sie entwickeln gerade eine frei zugängliche Web-App macht.sprache, die als Diskussionsplattform für politisch sensible Begriffe und deren Übersetzungen dienen soll. Das Tool haben die beiden in einem Gastbeitrag vorgestellt. Es soll ab November verfügbar sein.

 

Nachrichtenfaktoren – Wie wird über MINT-Ereignisse berichtet?

Inhaltsanalysen zu Berichten und Tweets über den “March for Science” 2018 geben Hinweise darauf, welche Aspekte solche Ereignisse für Journalist*innen und die Öffentlichkeit offenbar interessant machen: So konnten bestimmte Nachrichtenfaktoren wie die angenommene Relevanz, Reichweite und die Beteiligung prominenter Akteur*innen identifiziert werden.

 

Kreative Kommunikation

“Man kann alles (karto)grafisch darstellen” – Dieser Meinung ist Sven Kosanke vom Katapult-Magazin, einem Magazin das Daten visualisiert und Informationen in Landkarten darstellt. Im Interview berichtet er vom Prinzip und Wachstum der Zeitschrift in den letzten Jahren sowie von weiteren Katapult-Formaten.

Mit dem brandneuen Podcast “Spread the Word” werden Wisskomm-Projekte aus Hamburg sichtbarer gemacht. In 20-40-minütigen Folgen geben Kommunizierende Einblicke in ihre Wisskomm-Projekte. Julia Panzer, Referentin bei der Hamburg Research Academy und zuständig für den Podcast, berichtet im Interview wie dessen Hilfe vor allem jüngere Wissenschaftler*innen angesprochen und inspiriert werden sollen, eigene Wisskomm-Projekte umzusetzen. Auch der neue Podcast “Zeit für Wisskomm” des Zeit Verlags erzählt praxisnah von spannenden Wisskomm-Projekten und schafft so einen offenen Raum zum Austausch im Bereich der Wissenschaftskommunikation.

 

Foto: Pawel Czerwinski

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Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog (WiD), dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation(NaWiK) und dem Teilinstitut Wissenschaftskommunikation am Institut für Technikzukünfte des Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Diese News aus der #Wisskomm hat Annika Wormer, FSJlerin am NaWik, und Miriam Frieß, Praktikantin am NaWik, für Sie zusammengestellt.